| Fast vollständig besetzt war der Josef-Lindemann-Saal der städtischen Musikschule Neckarsulm - 13 Lehrer gaben Kostproben ihres Könnens. Das interessante und abwechslungsreiche Programm, bei dem immer wieder der Steinway-Konzertflügel im Mittelpunkt stand, wurde vom Publikum mit reichlich Beifall belohnt. Posaune Benno Reinhard an der Posaune und Andreas Kehlenbeck am Klavier ließen den italienischen Barockkomponisten Arcangelo Corelli den Anfang machen und boten eine feinfühlige Interpretation seiner Sonate in F-Dur. Fröhlich, verspielt und fast ein bisschen an eine mittelalterliche Weise erinnernd, führen Andrea Buchert-Kwasnitza (Flöte), Galina Grigorjan (Akkordeon) und Michael Rebscher (Fagott) mit dem Tanz der Delfine von Hans-Jürgen Hufeisen fort. Die von Andrea Buchert-Kwasnitza und Galina Grigorjan gekonnt dargebotene Italienische Polka von Sergej Rachmaninov sprühte geradezu vor Lebensfreude. Von dramatischen Läufen geprägt und sehnsuchtsvoll präsentierte Olga Klassen am Klavier die Etuden op. 10 Nr. 3 und 12 von Frederic Chopin, die sich durch etliche Tempo und Stilwechsel auszeichneten und von der Musikschullehrerin hervorragend gemeistert wurden. Nicht nur Kopien, auch der frühromantische Geiger Louis Spore war bereits zu seinen Lebzeiten eine Berühmtheit. Gefällig interpretierten ihn Verena Hock an der Klarinette und Regine Kurzweil am Klavier mit dem Klarinettenkonzert Nr. 4 in e-moll. Passend zur Jahreszeit ließen; Karl Priwitzer (Saxofon), Musikschulleiter Jochen Hennings (Violoncello) und Andreas Kehlenbeck die Tango Melodie „Invierno Porteno" von Astor Piazzolla erklingen. Fingerfertig Trio für Flöte, Fagott und Klavier: Nach der Pause setzten Andrea Buchert Kwasnitza, Michael Rebscher und Regine Kurzweil das Konzert mit dem tänzerischen wie gemächlichen Beitrag von Gaetano Donizetti fort. Die Rigoletto-Paraphrase von Franz Liszt, die Andreas Kehlenbeck am Klavier intonierte, kam gut an. Dynamikwechsel, Fingerfertigkeit und Ausdruckskraft bekamen viel Applaus. Als musikalischer Leckerbissen entpuppte sich der „Terkische Honik" von Peter M. Haas, den Heike Weigel (Klarinette), Gudrun Almoslöchner (Akkordeon) und Lothar Sieb (Bass) vorstellten. Sie verabschiedeten sich mit „Milonga" von Miriam Mess rassig vom Publikum, das die zur Tradition gewordene Veranstaltung mit herzlichem Applaus honorierte. Ute Plückthun / Heilbronner Stimme |