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Musik nicht nur aus dem MP3-Player

Mitmach-Messe für Kinder in Frankfurt

 

Julia und Joel, beide sieben Jahre alt, singen auf der Musikmesse aus voller Kehle.

 

Frankfurt - (red) „Ran an die Instrumente und musizieren bis die Tasten glühen", lautet die Devise der Mitmach-Ausstellung  „musik4kids". Seit fünf Jahren bekommen Kin­der im Alter von fünf bis 14 Jahren während der Frankfur­ter Musikmesse (bis 1. April) einen spielerischen Einstieg ins Gestalten mit Klängen und Tönen.

 

Die Ausstellung erklärt dabei die Grundlagen der Klangphy­sik sowie musikalische Parame­ter und vermittelt vor allem Mut zum Musikmachen.

Zusätzlich geben ausgebilde­te Musikpädagogen kurze Workshops in Zusammenspiel und Handhabung von Instru­menten für kleine Gruppen. Das ermöglicht interessierten Kindern, echte Musikinstru­mente, beispielsweise eine Gei­ge oder eine Trompete, anzu­spielen und auszuprobieren.

Dreimal täglich besuchen et­wa 250 Kinder aus Kindertages­stätten oder Schulen die Aus­stellung. Nach einer kurzen Einführung können sie sich in den drei Ausstellungsbereichen für eine Stunde frei bewegen und die verschiedenen Angebo­te wahrnehmen. Den Abschluss bildet ein kurzes Konzert und die Einführung in die Handha­bung von Trommelstöcken für alle Kinder.

„Musik macht Spaß und stei­gert die Lebensfreude", meint Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. „Und eine Mitmach-Ausstellung wie „mu­sic4kids" gibt den Kindern ein­mal die Gelegenheit, sich davon zu überzeugen. Wir wollen da­mit das Interesse an Musik we­cken. Die Kinder merken, dass die Musik nicht nur aus dem MP3-Player kommt, sondern aktiv gestaltet werden kann. Und das macht nicht nur Spaß, sondern fördert auch die Krea­tivität," ist Detlef Braun überzeugt.


 

Auch bei einer weiteren Musikmesse-Aktion dreht sich alles um den Nachwuchs: Schooljam­lässt in den Schulen die Wände wackeln. Gesucht wird nämlich die beste Schülerband, die dann auf dem größten Deut­schen Open-Air-Festival „Rock am Ring" ihr Können unter all den großen Stars unter Beweis stellen muss.

Internet: www.musikmesse.com; www.schooljam.de

Ludwigsburger Kreisszeitung 29.03.2006

 

„Schlag ins Gesicht

aller Urheber"

Heftige Kritik an Raubkopie-Gesetz


 

Berlin - Mehrere Verbände übten gestern heftige Kritik an dem Kabinettsbeschluss zum Urheberrecht und äußer­ten die Erwartung, dass das Gesetz vom Bundestag in die­ser Form nicht verabschiedet wird.

 

Nach dem gestern in Berlin vom Kabinett beschlossenen Entwurf ist eine digitale Kopie von Musik-CDs oder Filmen für den privaten Gebrauch zwar strafbar. Verbraucher droht al­lerdings kaum eine Strafverfol­gung, weil ein Staatsanwalt ein Verfahren einstellen kann, wenn die Schuld gering ist und kein öffentliches Interesse an der Verfolgung besteht.

Die Verwertungsgesellschaft Wort zeigte sich „zutiefst ent­täuscht" und sprach von einem „Schlag ins Gesicht für alle Ur­heber in Deutschland", da das Kabinett die „schwerwiegenden Bedenken" mehrerer Organisa­tionen ignoriert habe. Wenn das Gesetz Wirklichkeit werden sollte, würden Urheber in Deutschland „keine angemes­sene Vergütung" mehr erhalten.

Das „Aktionsbündnis Kopier­vergütung" forderte, dass für al­le Geräte, die zum Vervielfälti­gen geeignet sind, Urheberver­gütungen fällig werden. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sprach von einer „De­montage der Rechte der Kreati­ven", die Einnahmeverluste bei den Urhebern „im mittleren zweistelligen Millionenbereich" zur Folge hätte. Die Grünen be­dauerten, dass Bundesjustizmi­nisterin Brigitte Zypries bei der Bagatell-Klausel „eingeknickt" sei. „Damit nimmt sie die Kri­minalisierung mehrerer Millio­nen hauptsächlich junger Men­schen in Kauf.

 

Für die Verbraucher ändert sich damit nach der Gesetzes­änderung, die voraussichtlich 2007 in Kraft treten wird, nichts. Die Privatkopie auch in digita­ler Form von einer legalen Quelle ist weiterhin erlaubt. Mit Strafen bis zu einem Jahr Ge­fängnis belegt ist das Knacken eines Kopierschutzes. Damit sind alle DVDs und auch vor al­lem die populärsten CDs ausge­stattet. Ein Recht auf Privatko­pie zu Lasten des Rechtsinhabers

gebe es nicht, betonte Zypries. Unzulässig bleibt auch ei­ne Privatkopie von einem rechtswidrigen Angebot im In­ternet. Wer rechtswidrig erstell­te Kopien gewerbsmäßig ver­treibt, riskiert eine Gefängnis­strafe bis zu fünf Jahren.

Einen neuen Weg geht das Gesetz bei der Vergütung der Urheber. Sie soll künftig zwi­schen den Herstellern von Ge­räten, mit denen Kopien ange­fertigt werden können, und den

Der Streit um die Strafbarkeit von Raubkopien geht weiter.             Bild: dpa

Verwertungsgesellschaften aus­gehandelt werden. Der Betrag soll „angemessen" sein. Gesetz­lich festgeschrieben wird eine Obergrenze von fünf Prozent des Verkaufspreises des jeweiligen Geräts. In Streitfällen ent­scheidet eine Schiedsstelle oder als einzige Instanz das Oberlan­desgericht. Bisher waren die auf den Kaufpreis aufgeschlagenen Abgaben für Ton-. und Bildaufzeichnungsgeräte detailliert im Gesetz geregelt.

LudwigsburgerKreisszeitung 22.03.2006

 
 

Jede Menge Spaß an Bass und Bogen

 

Ein Instrument erobert die Kinder-Herzen

 

Ferdinand liebt himmel­blau, Julian findet ein fri­sches Frühlingsgrün fan­tastisch, und Anika hat ihr schlichtes holzfarbenes Instrument gleich mit einem großen Glitzer-Schmetterling verziert. Die drei Erstklässler aus Erding, Passau und Mühldorf am Inn teilen seit kurzem eine Leiden­schaft: Seit September zupfen und streichen sie einen bunten Minibass und demonstrieren ihre Künste nun stolz beim Vor­spieltag an der Münchner Musikhochschule.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Langsam aber stetig erobert der Kontrabass im Kleinformat deutsche Kinderherzen mei­nen Musikexperten. Zugleich trauen sich immer mehr Mäd­chen an das größte und tiefste Streichinstrument.

Bundesweit spielt das mäch­tige Instrument dank der Ent­wicklung der Minibässe eine immer gewichtigere Rolle: In­nerhalb von fünf Jahren stiegen die Schülerzahlen an deutschen Musikschulen von 1000 auf mittlerweile 1564, berichtet der Verband deutscher Musikschu­len in Bonn.

 

Damit bleibt der tiefe Viersaiter im Vergleich zu klassischen Lieblingsfächern wie Klavier (132000 Schüler), Gitarre (89000 Schüler) und Blockflöte (77000 Schüler) zwar nach wie vor eine musikalische Spezialität. Doch die Arbeit des deutschen Musikschulverbands, der im Jahr 2000 eine bundesweite Initiative „Pro Kontrabass" startete, trägt lang­sam Früchte.

Was da kommt, ist sehr positiv und eine ganz unglaubliche Entwicklung", bestätigt auch Klaus Trumpf, Chef der Kontra­bass-Abteilung an der Münch­ner Hochschule für Musik.

Für die zierlichen Körper und zarten Hände von Kindern ha­ben findige Instrumentenbauer im In- und Ausland kleinformatige Bässe entwickelt und hand­gefertigt. „Für Fünf- bis Sechs­jährige bieten wir den 1/16­Bass zum Starten", erklärt Geigenbauer Manfred Rusch  aus Augsburg und zeigt das gerade mal gitarrengroße Instrument. Edel und wertvoll sind die klei­nen Kostbarkeiten aus Holz und im Einzelfall bis zu mehre­re tausend Euro teuer. Damit Eltern künftiger Nachwuchsbassisten Geigenbauer nicht gleich abge­schreckt werden, bieten einige Musikschulen Mini­bässe kostenfrei oder gegen ge­ringe Gebühr. Annette Berger

Ludwigsburger Kreisszeitung 01.02.2006

 

Neckarsulm geht mit ganzjährigem Kulturprogramm in die Offensive

Hier soll die Musik spielen


Neckarsulm will sich als Kultur­standort etablieren. Die Stadt hat zwar viele Vereine und jeder stellt kulturell einiges auf die Beine. Doch wirkliche Highlights, sol­che, die das Publikum aus einem weiteren Umfeld in die Stadt lo­cken, sind eher selten. Das soll sich ändern.

Knapp 70 000 Euro will die Kom­mune im nächsten Jahr setzen, um sich als Adresse für qualitativ hoch­wertige Kultur zu profilieren. Der neue Kulturamtsleiter, Dr. Klaus­Dieter Roos, legte jetzt ein Konzept vor. Neben den über 100 Einzelver­anstaltungen der Vereine, die sich wie schon bisher ziemlich stringent an bestimmte Zielgruppen wenden, sollen mit neuen Angeboten hetero­gene Zuschauergruppen angesprochen werden. Dazu werden Events auch von außen eingekauft.

Unter dem Motto „Neckarsulm - hier spielt die Musik" hat eine Agen­tur für die Stadt ein Vier-Jahreszei­ten-Modell entworfen: Frühlingser­wachen, Sommerfantasien, Herbst­träume und Winterzauber (siehe Kasten) bieten besondere Höhe­punkte, die mit bereits etablierten Veranstaltungen verknüpft und zu einem durchgängigen Programm verwoben werden.

Stärker als bisher soll es Open-Air­Veranstaltungen geben. Der neue Marktplatz mit der Fußgängerzone bietet sich dafür auch geradezu an. Zudem steht Neckarsulm für größe­re Veranstaltungen mit über 500 Zuschauern nur die Sporthalle der Ballei zur Verfügung, deren Verwen­dungsmöglichkeiten aber eingeschränkt ist.


 

Das Kulturamt und das Stadtmarketing arbeiten Hand in Hand. Denn kulturelle Highlights bringen Publikum in die Innenstadt, bele­ben sie. Davon profitieren die Ein­zelhändler, so sie sich denn richtig auf das Publikum einstellen.

„Ein über die Stadtgrenzen hi­naus strahlendes Kulturangebot kann ohne zusätzliche, von außen beigesteuerte Events nicht funktionieren." Zu diesem Ergebnis kommt die Agentur Kultur Direkt, die für Neckarsulm das Konzept ausgear­beitet hat. Allerdings passe die Städ­tische Musikschule mit einer für den Juli geplanten „Feuerwerksmu­sik" auf dein Marktplatz durchaus in die Konzeption. Sie könne sogar ei­ne zentrale Rolle einnehmen. Stadt­rätin Irene Schwab schwärmte schon mal: „Das muss was werden. Es ist für jeden etwas dabei".

 

 
Bericht der Neckarsulmer Stimme vom 24.06.2005

Großer Erfolg für Musikschule beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“

Neckarsulm hat sechs Preisträger

Mit großem Erfolg hat die Städtische Musikschule Neckarsulm am 42. Bundeswettbewerb Jugendmusiziert" in Erlangen, Fürth und Nürnberg teilgenommen. Im Ensemblespiel gab es zwei erste und einen dritten Preis für die Neckarsulmer Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Einen ersten, Preis mit 23 Punkten erhielten Anne-Suse Enßle (17 Jahre) und Larissa Stelzer(18) sowie Madita Südmersen (18) und Rebekka Wahl (19).

Die ersten Preisträgerinnen werden alle in der Blockflötenklasse von Andrea Buchert-Kwasnitza unterrichtet. Der dritte Preis mit 20 Punkten ging an Juliane Wahl (15) und Tobias Oberhardt (14).

Sie überzeugten die Jury mit ihrem Spiel auf der Querflöte beziehungsweise der Klarinette, das sie im Unterricht bei Ulrike Pobuda und Alwin Staiger einstudierten.

Zusätzlich können sich Madita Südmersen und Rebekka Wahl über eine Extraauszeichnung freuen: den mit 500 Euro dotierten Sonderpreis der Irino-Foundation aus Tokio für die „beste Interpretation zeitgenössischer Musik".

Zu dieser Sonderwertung waren 23 Ensembles beziehungsweise Solisten eingeladen worden. Zehn davon erhielten einen Preis Erfolgreich waren die Neckarsulmer Preisträgerinnen mit der zeitgenössischen Komposition „Articulator VI“, die Agnes Dorwarth für das Blockflötenduo geschrieben hatte und die beim Bundeswettbewerb uraufgeführt wurde.

Laut Auskunft von Musikschulleiter Jochen Hennings gab es insgesamt 1636 Preisträger beim Bundeswettbewerb, davon elf aus der Region Heilbronn-Franken.

„Dass sechs von ihnen Schüler der Städtischen Musikschule sind, ist ein Beweis für die überdurchschnittliche Einsatzfreude von Lehrern und Schülern und die besonders große Effizienz des Unterrichts", so Jochen Hennings. Auch die Stadt Neckarsulm als Trägerin der Musikschule ist stolz auf diesen großartigen Erfolg. Das hat Oberbürgermeister Volker Blust in einem persönlichen

Glückwunschschreiben an die Preisträgerinnen und Preisträger zum Ausdruck: gebracht. (snp)

 

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K.P.